Erfolgreiches 4-tägiges Trainingslager im Bayerischen Wald vom 06.-09.09.2018

Am ersten September Wochenende 2018 machten die Athleten der MRRC Leistungsgruppe im Trainingslager, an dem auch weitere MRRC Mitglieder teilnehmen konnten, die Laufstrecken rund um den Großen Arber im Bayer. Wald unsicher.

Nach Ankunft am Donnerstag Mittag im Jahnstadion Zwiesel begrüßte Organisator und Athletiktrainer der MRRC Leistungsgruppe Benjamin Weiderer bei sonnigen Temperaturen die höchst motivierten Teilnehmer. Für die Leistungsgruppe offizieller Auftakt in eine neue Saisonvorbereitung, für die oder den anderen der letzte Schliff für die Wettkämpfe im Herbst, wie z.B. http://www.tegernseelauf.de/, http://www.transviamala.ch/de/ oder Team-DM.

Nach Lauf-ABC und Mobilisation ging es auch schon los mit der ersten Bahneinheit: jeweils 1000m plus 200m, das Ganze 3-mal mit entsprechenden Trabpausen dazwischen. Nach den ersten Metern formierten sich bereits einzelne Gruppen, um gegenseitig motiviert die Runden auf der Tartanbahn in den jeweils avisierten Zeiten zu drehen. Den Abschluss auf der Bahn bildete gemeinsames Auslaufen und ein kurzes lockeres Dehnprogramm. Nach kurzer Erfrischung bei Dusche und Energiebällchen ging es mit dem Auto vom Jahnstadion aus über den Großen Arbersee zur Talstation der Arber Bergbahn. Der Aufstieg zum Arbergipfel auf 1.456Hm wurde in einer knappen Stunde wandernd in der Gruppe hinter sich gebracht.

Knapp 100 Laufmeter unter dem Gipfel befand sich dann auch schon die Unterkunft der nächsten 2 Nächte, die Zwieseler Hütte, eine 2001 neu erbaute Selbstversorgerhütte auf 1.443Hm. Schnell waren die beiden Schlaflager bezogen. Jetzt konnten die Teilnehmer erstmals bei wohlverdientem Kaffee und Kuchen zur Ruhe kommen. Für die Verpflegung des Trainingslagers konnte Benjamin seine Eltern Christine und Udo gewinnen, die – um es vorweg zu nehmen – einen küchenmeisterlichen Job machten, nicht nur, weil diverse Sachverhalte wie z.B. vegetarisch, gluten- und milchproteinfrei berücksichtigt werden mussten.

Kurz vor Sonnenuntergang stand auch schon das Abendessen auf dem Tisch, Kürbiscremesuppe und Spaghetti mit Rinderbolognese oder vegetarischer Bolognese, um die Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen. Hier zeichnete sich bereits ab, wie sich das Trainning und der Energieumsatz bei dem ein oder anderen auf die verzehrte Menge auswirkt. Nach Sonnenuntergang folgte eine rege Diskussion, nicht nur über die von Benjamin auf der Bahn per GoPro festgehaltenen Laufvideos.

Nach angenehmer Nachtruhe und Einnahme des „üppigen“ und kraftspendenen Frühstücks ging es um 9.30 Uhr auch schon los zur zweiten Einheit des Trainingslagers. Auf dem Programm obligatorisch Einlaufen und Mobilisation am Arbergipfel, danach 4-mal 200m Berganläufe, das Ganze 2-mal, bei mystischer Stimmung knapp unterhalb der Bergstation auf dem „Schmugglerweg“. Hier keuchten und krächzten die Läuferinnen und Läufer bereits ganz schön und waren nach getaner Arbeit sichtlich froh, jedoch auch stolz, das Programm vollständig durchgezogen zu haben.

Zurück auf der Hütte war erstmal Ausruhen angesagt. Langsam verschwanden die Nebelschwaden und die ersten Sonnenstrahlen zeigten sich. Dem Mittagessen folgte bei dem ein oder anderen ein kurzer Mittagsschlaf, bevor um 14.30 Uhr die zweite Einheit des Tages anstand: lockerer Dauerlauf über ca. 6km. Vom Arbergipfel ging es nun bei strahlendem Sonnenschein die Schotterstraße hinab zum „Mittagsplatzl“, einer Schachtenwiese zwischen Bodenmais und Großem Arber, von wo aus ebenso ein Blick zum Großen Arbersee möglich ist. Von hier aus ging es über Trailpfade und Wiesen mit weidenden Kühen sowie durch die Wälder unter dem Arbergipfel wieder zurück zur Hütte.

Nach erneuter Pause mit Kaffee und Kuchen rief Benjamin zur letzten Einheit des Tages, einem kurzen Zirkel-Athletikprogramm im Aufenthaltsraum der Hütte, da es nun kurzzeitig draußen regnete. Abends auf dem Speiseplan verschiedenster Salat und als Hauptspeise Weißkohlcurry mit Kartoffel und ordentlich Gemüse, um neben dem Energiespeicher ebenso den Mineral- und Vitaminspeicher wieder aufzuladen. Unserer Gruppe ließ den Abend bei Benjamin‘s Vortrag „Sportgerechte Ernährung“ ausklingen, was wie gewünscht in einer interessanten und lehrreichen Interaktion mündete. So wurde über Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe, Sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe sowie Ernährungsweisen, Hormone, Nahrungsergänzungsmittel und wann wer welche Nährstoffe zu sich nehmen soll philosophiert.

Da am Vorabend alle brav aufgegessen hatten, begrüßte uns der neue Tag am Samstag mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang. Bereits beim Frühstück war Nervosität spürbar, da die erste Einheit des Tages einen Staffelwettkampf beinhaltete. In 2-er Teams gingen die Läuferinnen und Läufer jeweils abwechselnd auf die ca. knapp 700m-Runde auf dem Plateau knapp unter dem Arbergipfel. Nachdem jede Läuferin und jeder Läufer den Rundkurs 4-mal umkreiselt hatte, stand das Siegerteam fest. Wobei: jeder war hier Sieger, was die Teilnehmer bereits während des Rennens lautstark mit Anfeuern des eigenen Teamkollegen wie auch der anderen Teams bewiesen.

Danach hieß es auch schon wieder Abschied nehmen von der Zwieseler Hütte, der Abstieg zur Talstation stand bevor, nicht jedoch ohne zuvor in die Eisensteiner Hütte neben der Bergstation zur Einnahme eines Mittagessens einzukehren. Bei der Wanderung nach unten ging es wie bereits beim Aufstieg über Sonnenfelsen zurück zum Auto bei der Talstation. Nach kurzer Autofahrt war die Unterkunft der letzten Nacht das Ziel, eine Bungalowanlage der AWO in Zwiesel. Direkt am Stadtrand gelegen, um sofort mit dem ersten Schritt aus der Tür erneut in der Natur zu sein.

Am Fuße des Hennenkobels gingen verschiedene Gruppen zum Dauerlauf auf die Trailstrecken, die einen eher kurz und etwas schneller, die anderen gemütlicher und mit dem Sammeln von dem einen oder anderen Höhenmeter als Ziel. Abschlusseinheit stellte danach eine anregende Einheit für die Faszien dar, auf dem Programm verschiedene Techniken mit den diversen Faszientools wie großer/kleiner Rolle und einfachem und Duo-Ball. Es schlossen sich noch Übungen aus dem Faszienyoga an, wobei die einzelnen Linien wie Frontal-, Rücken-, Lateral- und Spirallinie gedehnt wurden.

Dem kurzen frisch machen folgte – kaum zu glauben und bereits von einigen sehnlichst erwartet – die nächste Nahrungsaufnahme. Abendessen mit reichlich Salat und Puten-/Sellerieschnitzel in Haferflocken-Kräuter-Panade mit Kartoffel-Gurken-Salat. Sichtlich gestärkt konnte es mit Benjamin‘s Vortrag „Leistungssport, Training und Regeneration“ weitergehen. Auf der Agenda u.a. Trainingsprinzipien, Superkompensation und verschiedenste regenerative Maßnahmen, was wie schon am Abend zuvor zu einer interessanten Interaktion wurde.

Am Morgen des Sonntag, letzter Tag des Trainingslagers und letzte Einheit: nach dem erneut von Christine und Udo wunderbar vorbereiteten Frühstück ging es mit dem Auto in das 5km entfernte Frauenau, besser gesagt zum Parkplatz der Trinkwassertalsprerre Frauenau. Von hier aus Einlaufen hoch zum Stausee, das Wetter wieder herrlich. Nach kurzen Lauf-ABC Übungen und Mobilisation formierten sich zwei Gruppen: die eine umrundete den Stausee auf der gut 6km langen Strecke innerhalb eines Crescendo-Laufs, die andere startete unter Leitung von Benjamin eine Pyramide: 200m – 400m – 600m – 400m – 200m, das Ganze 2-mal.

Danach hieß es langsam zusammenpacken, einen letzten Mittagssnack einnehmen (Avocado-Feta-Wrap) und Abschied nehmen von Arber, Zwiesel und dem Bayer. Wald. Einhellige Meinung der Teilnehmer: super Organisation, klasse Strecken, effektives Training, einfach geil… wir sind das nächste Mal wieder dabei!

Vielen Dank den Teilnehmern: Noémi, Juliane, Jonas, Manfred, Paul, Max und Marco. Ihr wart eine spitzenmäßige Gruppe. Vielen Dank auch den Küchenmeistern Christine und Udo.

Die Kalkulation des Preises und die ehrenamtliche Organisation sowie Durchführung des Trainingslagers resultierte nach Abzug der Kosten für Unterkunft und Verpflegung in einem Überschuss. Schnell war klar, dass dieser Betrag gespendet werden sollte. Da die Teilnehmer noch weitere Euro drauflegten, konnte ein Betrag von über 200 Euro für das Projekt http://www.mothereluru.de/ des Zwieseler Pfarrers Mokshanand Talari gespendet werden.
Gerne kann auch noch von weiteren Personen dieses Projekt unterstützt werden. Detaillierte Infos unter https://bewect.com/2018-spendenprojekt

 

 

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